Die Bürgerinitiative Dobbenviertel

 

 

 

 

 

Unser Flyer als Download im DIN A5 Format

 

 

Dipl.-Ing. Bernward Große, Herbartstraße 15

 

Themen dieser Seite und über den Schriftverkehr mit der Stadt Oldenburg

Die Ziele der Bürgerinitiative

 

Schriftverkehr mit der Stadt Oldenburg
- Schriftverkehr zu den Problemen im Dobbenviertel ab 16. Januar 2018
- Schriftverkehr zum Problem des Busparkplatzes am Cäcilienplatz ab 5. September 2016

- Schreiben der Bürgerinitiative an den OB vom 05. September 2016

- Schreiben der Bürgerinitiative vom 15. November 2012

- E-Mail der Stadt vom 14. November 2012

- Schreiben der Stadt vom 12. Juli 2012

- Schreiben der Stadt vom 9. Juli 2012

- Schreiben der Stadt vom 5. Juni 2012

- Schreiben der Bürgerinitiative vom 28. Mai 2012

- Schreiben der Bürgerinitiative vom 19. November 2011

 

Artikel in der Presse

- Artikel in der NWZ vom 22. September 2016

- Kommentar zum Artikel in der NWZ vom 22. September 2016

 

Teilerfolge der Bürgerinitiative

 

Aktionen der Bürgerinitiative

- Anwohnerfest mit Flohmarkt am 15. August 2009

- Anwohnerfeste in den Vorjahren

- Kutschfahrten am 29.11.2003 und am 06.12.2003

- Versammlung am 12. Juli 2003

 

Aus der Gründungszeit

 

Schriftverkehr von der Bürgerinitiative und an die Bürgerinitiative

- Schreiben zur Verkehrsausschuss-Sitzung vom 17. Januar 2011

- Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 03. Dezember 2007

- Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 31. Mai 2007

- Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 27. November 2006

- Schreiben der FDP-Ratsfraktion vom 21. Juli 2005

- Schreiben an die Redaktion der NWZ vom 20. Juni 2005

- Offener Brief vom 05. Juni 2005

- Anwohnerschreiben vom Mai 2005

- Brief der Bürgerinitiative an den Oberbürgermeister

- Schreiben an die Fraktionen vom 18.10.2002

- Stellungnahme der Bürgerinitiative zum Zeigungsartikel der NWZ vom 08.08.2002

 

Flugblätter der Bürgerinitiative

- Das Flugblatt der Bürgerinitiative vom 22. Juli 2002

- Das Flugblatt der Bürgerinitiative vom 20. Juni 2002

 

 


 

Die Ziele der Bürgerinitiative

 

 

Anlässlich des Verkehrsversuchs hat sich gezeigt, dass sich bei den Anwohnern des Viertels über Jahre hinweg Unmut über die verkehrliche Situation angestaut hat.

 

Aus diesem Grunde wollen wir weiter daran arbeiten, dass das Wohnen im Dobbenviertel wieder an Qualität gewinnt. Immerhin handelt es sich nach den verschiedenen, in diesem Bereich geltenden Bebauungsplänen, um reine, allgemeine und besondere Wohngebiete mit allen nachteiligen Konsequenzen, was die Nutzung der Häuser angeht. Deren Vorteile im Hinblick auf die Verkehrs- und Lärmbelästigung genießen wir jedoch überhaupt nicht.

 

Daher setzen wir uns ein für

 

"BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR":

 

-      Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 km/h sowie eine Gewichtsbegrenzung auf 5 t im gesamten Dobbenviertel

 

-      Nachtfahrverbot für Lkw und Motorräder

 

      regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen und / oder die temporäre Aufstellung eines mobilen Radarmessgeräts

 

-      ein Verkehrslenkungskonzept für den Fremd- und Schwerlastverkehr

 

-      Lärmschutzmaßnahmen

 

-      Maßnahmen zur Verringerung des Parksuchverkehrs

 

-      Ganzjährig nur begrenzte Haltezeiten für Busse am Cäcilienplatz bei ausgeschalteten Motoren - sofern keine bessere Möglichkeit auf Dauer gefunden wird

 

   

 


 

Artikel in der Presse

 

Nordwest-Zeitung

2016-09-22

 

 

- Artikel in der NWZ vom 22. September 2016

 

- Kommentar zum Artikel in der NWZ vom 22. September 2016

 

 

 

 

Nordwest-Zeitung

2009-08-08

 

 

Engagement für besseres Wohnen

 

Bürgerinitiative informiert bei Anwohnerfest über Forderungen

 

 

Der Artikel kann im Archiv der Nordwest-Zeitung eingesehen werden!

 

 

 

 

 

Nordwest-Zeitung

2007-07-14

 

 

Anwohnerfest auf dem Cäcilienplatz

 

Infostand zur Geschichte des Dobbenviertels

 

 

Der Artikel kann im Archiv der Nordwest-Zeitung eingesehen werden!

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 


 

Teilerfolge der Bürgerinitiative

 

 

Am 04. Juli 2002 fällt die Entscheidung zum vorzeitigen Abbruch des Verkehrsversuches.

 

- Der Verkehrsversuch wird vorzeitig gestoppt (Pressemitteilungen)

 

 

 

Zwischen Parkstraße und Teichstraße wird das absolute Halteverbot aufgehoben (2008).

 

 

 

Fotos: Bernward Große   07. August 2009

 

 

 

 

Am Ende der Herbartstraße entsteht eine Kurzparkzone (2009).

 

 

 

 

   
Foto: Bernward Große   07. August 2009

 

 

 

Straßenlaternen in der Lindenallee

 

 

Nordwest-Zeitung

2009-11-10

 

 

Stadt geht im Laternen-Streit Licht auf

 

Anwohner protestieren gegen Pläne - Verwaltung berät neu

 

 

Der Artikel kann im Archiv der Nordwest-Zeitung eingesehen werden!

 

 

 

 

Nordwest-Zeitung

2009-11-11

 

 

Stadt gibt bei Laternen nach

 

 

Der Artikel kann im Archiv der Nordwest-Zeitung eingesehen werden!

 

 

 

 

 


 

Aktionen der Bürgerinitiative

 

 

Fotos zum Anwohnerfest am 15. August 2009

 

Fotos zum Anwohnerfest am 13. September 2008

 

Fotos zum Anwohnerfest am 14. Juli 2007

 

Fotos zum Anwohnerfest am 08. Juli 2006

 

Fotos zum Anwohnerfest am 02. Juli 2005

 

Fotos zum Anwohnerfest am 26. Juni 2004

 

 


 

Rückblick:

 

 

Anwohnerfeste in den Vorjahren

 

Anwohnerfest mit Flohmarkt am 13. September 2008

 

900 Jahre Oldenburg "Auch wir waren dabei!"

Am 13. September 2008 fand ein Anwohnertreffen mit Flohmarkt

auf dem Cäcilienplatz statt.

Dies war die Einladung:

 

AUCH WIR SIND DABEI! 

Anwohnerfest mit Flohmarkt

am 13. September 2008

von 11 bis 17 Uhr

auf dem Cäcilienplatz

 

Wenn ganz Oldenburg feiert, wollen auch wir das tun! Unser alljährliches Anwohnerfest mit Kaffee und Kuchen, Würstchen und Musik findet in diesem Jahr während der 900-Jahr-Feierlichkeiten statt. Auch wir wollen eine „Zeitreise“ unternehmen, aber auch einfach nur zusammensitzen, klönen und feiern. Traditionell wird es auch wieder einen Flohmarkt geben. Die Teilnahme hieran ist nur für Anwohner des Viertels nach Anmeldung mit nebenstehendem Abschnitt oder unter anwohnerflohmarkt@email.de möglich (nicht gewerblich, keine Neu-ware). Anstelle einer Standgebühr wird um eine Spende für die BI gebeten. Schließlich freuen wir uns auf viele helfende Hände und Kuchenspenden! 

                                  

Ihre Bürgerinitiative Dobbenviertel

Ja, wir machen mit!

 

Flohmarkt :                    O

Kuchenspende:            O

Auf-/Abbau:                    O

 

Name:

 

Strasse:

 

Telefon:

 

Bis zum 05.09.08 abzugeben bei:

 

 

Hier geht es zum Plakat

und hier geht es zu den Fotos vom Anwohnerfest 2008

 

Anwohnerfest mit Flohmarkt am 14. Juli 2007

 Anwohnerfest und Flohmarkt                       

 

am 14. Juli 2007

von 11 bis 17 Uhr

auf dem Cäcilienplatz

 

Auch in diesem Jahr wollen wir uns wieder bei Kaffee, Kuchen, Würstchen, Musik und vielleicht auch der einen oder anderen Überraschung im Herzen unseres Viertels treffen. Wie schon in den vergangenen Jahren soll zudem wieder ein kleiner Flohmarkt stattfinden. Die Teilnahme mit einem Verkaufsstand (nicht gewerblich, keine Neuware) ist nur für Anwohner des Viertels nach vorheriger Anmeldung mit nebenstehendem Abschnitt oder per Email möglich. Anstelle einer Standgebühr wird eine Spende für die BI erbeten.

 

Ihre Bürgerinitiative Dobbenviertel

 

NEU!!!!     Anmeldung auch unter www.bi-dobben.de     NEU!!!!

Ich nehme am Flohmarkt teil:

 

Name:

 

Strasse:

 

Telefon:

 

Für die weitere Planung bitte bis zum 04.07.07 abgeben bei:

 

 

oder eine Email an

 

anwohnerflohmarkt@email.de

 

 


 

 

 


 

 

Am 08. Juli 2006 fand auf dem Cäcilienplatz ein Anwohnerfest (mit Musik, Kaffee und Kuchen, Würstchen, diversen Getränken etc.) einschließlich einem Flohmarkt (Stände nach Anmeldung nur für Bewohner des Dobbenviertels - keine Profistände) statt. Für die Flohmarktstände wurde eine Spende für die Bürgerinitiative eingesammelt.

 

 

 


 

 

Am 02. Juli 2005 fand auf dem Cäcilienplatz ein Anwohnerfest (mit Musik, Kaffee und Kuchen, Würstchen, diversen Getränken etc.) einschließlich einem Flohmarkt (Stände nach Anmeldung nur für Bewohner des Dobbenviertels - keine Profistände) statt. Für die Flohmarktstände wurde eine Spende für die Bürgerinitiative eingesammelt. 

 

 

 

 

 


 

 

Am 26. Juni 2004 fand auf dem Cäcilienplatz ein Anwohnerfest (mit Musik, Kaffee und Kuchen, Würstchen, diversen Getränken etc.) einschließlich einem Flohmarkt (Stände nach Anmeldung nur für Bewohner des Dobbenviertels - keine Profistände) statt. Für die Flohmarktstände wurde eine Spende für die Bürgerinitiative eingesammelt. 

 

 

 

 

 

Kutschfahrten am 29.11.2003 und am 06.12.2003

 

 

Fotos zur Kutschfahrtaktion am 29.11.2003

 

Fotos zur Kutschfahrtaktion am 06.12.2003

 

 


Nordwest-Zeitung

2003-12-01

 

 


Pressemitteilung vom 25.11.03:

 

Kutschfahrten für „Besseres Wohnen - weniger Verkehr!“ am 1. und 2. Adventssamstag, jeweils von 10-18 Uhr

 

 

Die Bürgerinitiative Dobbenviertel ist und bleibt sehr rege. Nachdem sich der neu ausgebaute Straßenzug Roon-/Hindenburgstraße zu einer wunderschönen Rennstrecke entwickelt hat, werden wir an den kommenden zwei Samstagen, also am 29.11. und 06.12.03 mit einer Aktion erneut auf die verkehrlichen Missstände im Dobbenviertel aufmerksam machen.

 

An beiden Samstagen haben wir einen „Park and Ride“-Service durch eine Kutsche organisiert, die jeweils von 10 bis 18 Uhr eine Runde von der Bezirksregierung über die Roon- und Hindenburgstraße in die Gaststrasse und von dort zurück über die Burgstraße/Theaterwall/ Herbartstraße zur Bezirksregierung fahren wird.

 

Am Samstag den 06.12.03 werden wir zudem gegen 11 Uhr im Bereich der Hindenburgstraße ein erstes Exemplar eines von uns entworfenen Schild aufstellen, mit welchem wir auf unserer Forderung nach Tempo 30 im gesamten Dobbenviertel aufmerksam machen wollen. Wir bitten um entsprechende Vorankündigungen in der Tagespresse und stehen auch für weitere Informationen und Rückfragen anlässlich einer eventuellen Berichterstattung gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichem Gruß,

   gez. Astrid Miedtank 

Astrid Miedtank

- Pressesprecherin -

 


 

 

Versammlung der Bürgerinitiative am 12.07.2003

 

 

Bilder zur Versammlung am 12.07.2003

 

Zeitungsberichte zur Versammlung am 12.07.2003

 

 

 


 

 

 

 


 

Aus der Gründungszeit

 

 

Foto aus der Nordwest-Zeitung vom 12. Juni 2002 

 

 


 

 

Schriftverkehr von der Bürgerinitiative und an die Bürgerinitiative

 

 

Schreiben an Herrn Oberbürgermeister Jürgen Krogmann vom 07. September 2016

 

 

logo BI             “Wohnen hat Vorrang”               logo BI

 

Bürgerinitiative Dobbenviertel

c/o Bernward Große, Herbartstraße 15, 26122 Oldenburg

 

 

 

Herrn

Oberbürgermeister                                          vorab als E-Mail

Jürgen Krogmann                                           oberbuergermeister@stadt-oldenburg.de

Markt 1

26122 Oldenburg

 

Oldenburg, 05. September 2016

 

Busparkplatz am Cäcilienplatz

 

Anlg.: Flyer der Bürgerinitiative Dobbenviertel

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Krogmann,

 

die Bürgerinitiative Dobbenviertel Oldenburg setzt sich u. a. seit mehreren Jahren dafür ein, dass sich am Cäcilienplatz die Situation mit den parkenden Bussen dahingegen verbessert, dass hier ganzjährig nur begrenzte Haltezeiten bei ausgeschalteten Motoren zugelassen werden, sofern keine bessere Möglichkeit auf Dauer gefunden wird.

 

In letzter Zeit haben sich die Fälle erheblich vermehrt, dass dort die Busse sehr lange verweilen und dies überwiegend mit laufenden Motoren. Das ist insbesondere für die Anwohner der Cäcilienstraße und des Cäcilienplatzes eine unzumutbare Belästigung durch Luftverschmutzung und Lärm. Auch für Besucher des Cäcilienplatzes ist dies nicht die Erholung, die sie sich in diesem stadtnahen, kleinen Park wünschen.

 

Ich möchte zusätzlich darauf hinweisen, dass sich dieser Teil der Cäcilienstraße, in dem die Busse parken, zwischen zwei ausgewiesenen Landschaftsschutzgebieten befindet und der Cäcilienplatz selber unter Denkmalschutz steht.

 

Die dort parkenden Busse sind Reisebusse, die auswärtige Besucher sowohl zur Innenstadt als auch zum Oldenburgischen Staatstheater bringen. Nur einige Busse fahren nach dem Aussteigen der Gäste weiter zum Busparkplatz an der Weser-Ems-Halle. Damit dies grundsätzlich von allen Bussen geschieht, sollte zum Ein- und Aussteigen hier durch entsprechende Beschilderung nur eine begrenzte Aufenthaltsdauer – bei ausgeschalteten Motoren – erlaubt sein, wie es in vielen anderen Städten bereits geschehen ist.

 

Die Bürgerinitiative hofft auf Ihre wohlwollende Unterstützung.

 

Ein gleichlautendes Schreiben geht an das Amt für Verkehr und Straßenbau – Fachbereich Verkehrslenkung und an alle Fraktionen im Oldenburger Stadtrat.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Bernward Große

 

Unsere Internetadresse: www.bi-dobben.de

 

Schreiben der Bürgerinitiative zum Tagesordnungspunkt 4
der Verkehrsausschuss-Sitzung vom 17. Januar 2011

 

 

 

 

 

Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 03. Dezember 2007

 

 

   “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

 

 

Herrn Oberbürgermeister

Prof. Dr. Gerd Schwandner

Markt 1

 

26122 Oldenburg                                                          3. Dezember 2007

 

 



 

„Wie Schwandner die Stadt verändern will“ NWZ vom 01.12.07

 

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwandner,

 

mit Befremden hat die BI Dobben Ihre in o.g. NWZ-Artikel in Bezug auf die Anwohner des Dobbenviertels getätigten Äußerungen zur Kenntnis genommen. Aus dem „Gespräch am Kamin“ des Unternehmerverbandes Dienstleistung Elbe-Ems e.V. und des GHV werden Sie über das Dobbenviertel zitiert: „Die Bewohner hängen dem Irrglauben an, das sei ein reines Wohnviertel“. Aus Teilnehmerkreisen ist uns zudem zur Kenntnis gelangt, dass Sie den verstärkten Einzug von Dienstleistung, freien Berufen und Gastronomie für wünschenswert erachten. Dieses klingt in o.g. Artikel von Herrn Kuchta ebenfalls an.

 

Wir erlauben uns diesbezüglich den Hinweis, dass die Bewohner des Viertels keineswegs einem Irrglauben anhängen, wenn sie davon ausgehen, dass sie in einem Wohngebiet leben. Vielmehr ist genau dieses die Planvorgaben der für diesen Bereich seit 1983 aufgestellten Bebauungspläne. Die Bebauungspläne M 390 A-C sehen bzw. sahen als bauliche Festsetzungen „reine Wohngebiete“, „allgemeine Wohngebiete“ sowie in Teilbereichen „besondere Wohngebiete“ vor. Einzig  der Bebauungsplan M 390 B ist von einem Anwohner erfolgreich angefochten und daraufhin vom Verwaltungsgericht aufgehoben worden. Nach unserer bisherigen Kenntnis wird der „Nachfolgeplan“ noch erarbeitet.

 

Ausweislich der Begründung zum Bebauungsplan 390 A – Lindenallee ist dessen „wichtigste(s) Ziel…, das Wohnen im Planbereich zu sichern“. Dort heißt es weiter: „Die Art der Festsetzungen sollen beispielhaft für das gesamte Dobbenviertel sein. Im Gutachten des Europarates zum Dobbenviertel wird empfohlen, möglichst große reine Wohngebiete festzusetzen, da die Beherrschung der Nutzungsstruktur für die zukünftige Entwicklung äußerst wichtig ist“ (S. 6). Auf S. 13 der Satzung heißt es sodann: „Der Bebauungsplan grenzt die Entwicklung von Nichtwohnnutzung soweit ein, dass dem Ziel des vom Rat beschlossenen Stadtbereichplanes Dobbenviertel, das Dobbenviertel wieder verstärkt dem Wohnen zuzuführen, gefolgt werden kann. Hieraus können sich im Einzelfall Einschränkungen einer heute zulässigen Nutzung ergeben. Durch die Rechtssicherheit des Bestandsschutzes für den einzelnen Betroffenen sind persönliche Härten jedoch weit gehend ausgeschlossen. Um das Wohnen zu erhalten, den durch tertiäre Nutzungen ausgelösten Verdrängungsprozess zu stoppen und sogar eine Um-wandlung zurzeit für Dienstleistungen genutzter Flächen in eine Wohnnutzung zu erreichen, werden die Bauflächen zum größten Teil als reines Wohngebiet festgesetzt“.

 

Im folgenden führt die Begründung aus: „Außer Wohnungen sind im reinen Wohngebiet Läden und Räume für freie Berufe nur als Ausnahme zulässig. Durch die Lage des Dobbenviertels unmittelbar angrenzend an das Zentrum ist der Druck für tertiäre Nutzungen größer. Derartige Nutzungen sollen deshalb von vornherein auf Ausnahmen begrenzt bleiben. Es wird deshalb von dieser Möglichkeit der Einschränkung nach der Baunutzungsverordnung Gebrauch gemacht.“

 

Mit Bedauern nehmen wir zur Kenntnis, dass Sie trotz unseres Gesprächs im Januar dieses Jahres mit Ihnen, Herrn Dr. Pantel und weiteren Mitarbeitern weder über die historische Entwicklung des Dobbenviertels, noch über die bauplanungsrechtlichen Festsetzungen in diesem informiert sind. Das Viertel hat die als Ihre Vision dargestellte Entwicklung in der Vergangenheit bereits durchlebt. Der Rat der Stadt Oldenburg hat in der Aufstellung des Stadtbereichsplans Dobbenviertel sowie den nachfolgenden Bebauungsplänen ab Anfang der 80iger Jahre den Willen zu einer bewussten und ganz ausdrücklichen Abkehr von dieser als negativ empfundenen Tendenz der stetigen Zunahme tertiärer Nutzungen der ursprünglichen Wohngebäude manifestiert. Erklärtes Ziel war es, so wenig tertiäre Nutzung wie möglich zu haben und stattdessen wieder eine verstärkte Wohnnutzung.

 

Dieses aufgreifend hat die BI Dobben in den vergangenen Jahren immer wieder darauf hingewiesen, dass weder die verkehrliche Situation noch die Lärmemissionen den Festsetzungen solcher Wohngebiete entsprechen. Diese Problematik hatte der Rat schon bei der Aufstellung der Bebauungspläne gesehen, dieses entsprechend in der Begründung zu der Bebauungsplansatzung M 390 A angemerkt und mögliche Lösungsansätze erwogen. Auf diese schon 1983 als notwendig erachteten und in Aussicht gestellten Maßnahmen zur Verbesserung der verkehrlichen Situation im Viertel hat die BI Dobben in den vergangenen Jahren immer wieder Bezug genommen und entsprechendes Handeln der Verwaltung eingefordert. Denn die Hauseigentümer sind einerseits zwar in der Nutzbarkeit ihrer Häuser durch die planungsrechtlichen Vorgaben erheblich eingeschränkt. In den Genuss der aus den Festsetzungen als Wohngebiete an sich regelmäßig erwachsenden Vorteile kommen sie gleichwohl nicht.

 

Wenn auch derartige Grundsatzentscheidungen aufgrund neuer Ideen und Entwicklungen mit entsprechenden Ratsmehrheiten wieder aufheb- bzw. umkehrbar wären, dürfte es vorliegend jedoch bereits aufgrund der Kfz-Stellplatzfrage zweifelhaft sein, ob eine Ansiedlung neuer Dienstleister, Freiberufler sowie Gastronomie im Dobbenviertel faktisch überhaupt möglich wäre.

 

Sämtliche dieser tertiären Nutzungen würden für ihre Genehmigungsfähigkeit eine erhebliche Anzahl von Stellplätzen benötigen, die in entsprechender Zahl weder im Viertel vorhanden sind, noch einzurichten möglich wären. Vielmehr ist die Frage der Kfz-Stellplätze schon bei einer intensiven Wohnnutzung, wie sie aufgrund der Größe der Gebäude heutzutage meist mit mehreren Wohneinheiten notwendig ist, nur unbefriedigend zu lösen. Dementsprechend sind – auch auf


 

grund der stetig zunehmenden Beschränkung des öffentlichen Parkraums im Dobbenviertel - in den vergangenen Jahren immer wieder im Bestandsschutz stehende tertiäre Nutzungen aufgegeben worden und Büros bzw. Unternehmen abgewandert.

 

Die NWZ sowie sämtliche Ratsfraktionen haben eine Abschrift dieses Schreibens erhalten.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

Astrid Miedtank

- BI Dobben -

 

 

 

 

 


 

 

 

Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 31. Mai 2007

  

   “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

 

Herrn Oberbürgermeister

Prof. Dr. Gerd Schwandner

Markt 1

 

26122 Oldenburg                                                           31. Mai 2007

 

Gespräch vom 30.01.07

 

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwandner,

 

seit unserem Gespräch über verschiedene Problempunkte im Dobbenviertel sind nunmehr einige Wochen vergangen, ohne dass für uns erkennbar geworden ist, ob und inwieweit unsere Hinweise und Anregungen zwischenzeitlich von der Verwaltung aufgegriffen und geprüft worden sind.

 

1.Bordsteinmarkierung Herbartstraße

So hatte beispielsweise Herr Malten – wie auch schon in der Vergangenheit - nochmals zugesagt, zu prüfen, inwieweit es möglich ist, die früher im unteren Bereich der Herbartstraße vorhandene weiße Markierung auf dem Bordstein wieder aufzubringen, die das aufgesetzte Parken verbietet. Auf diese Weise könnte durch die zwangsläufig entstehende Verengung der Fahrbahn hoffentlich eine Verlangsamung des Verkehrs im unteren Straßenabschnitt erreicht werden.

 

 

2. Kurzzeitparkplätze Hindenburgstraße

Des weiteren hatten wir angefragt, ob es möglich ist, im Verlaufe der Hindenburgstraße vor „Feinkost Winkelseth“ zwei Kurzzeitparkplätze einzurichten. An dieser Stelle halten immer wieder PKW sowie Kleinlaster des Lieferverkehrs aufgesetzt auf dem Fuß-/Radweg, so dass die ohnehin sehr schmale Fläche vor dem Gebäude noch weiter eingeschränkt wird. Obendrein führt dieses Parkverhalten zu Vertiefungen im Pflaster.

 

Die Einrichtung einer solchen Halte- bzw. Kurzparkmöglichkeit hatten wir schon im Zuge von Gesprächen zur Zeit der Kanalsanierung angeregt.

 

 

3. Anwohnerparkzonen

Im Rahmen unserer Besprechung hatten wir zudem angeregt, in speziellen Bereichen (Lindenallee, Cäcilienplatz und evt. unterer Teil der Herbartstraße) reine Anwohnerparkzonen einzurichten, also solche in denen ausschließlich Anwohner mit Parkausweis parken dürfen. Seitens der Verwaltung wurde vorgebracht, dass man seinerzeit bei der Einrichtung der Zonen darüber nachgedacht habe, es aber wegen der dadurch (angeblich) entstehenden Ungleichbehandlung darauf verzichtet habe. Zudem könnte das dazu führen, dass freier Parkraum nicht genutzt werden könnte. Hierzu bitten wir nochmals zwei Punkte zu überdenken:

 

a) Zum einen ist das Parkaufkommen nicht gleichmäßig verteilt, sondern der Bedarf in den verschiedenen Straßen des Viertels ist sehr unterschiedlich. Die Lindenallee ist durch besonders wenig öffentlichen Parkraum gekennzeichnet zumal jetzt auch die letzten Baulücken geschlossen worden sind und dort ein Kindergarten ansässig ist, der durch den Bring- und Abholverkehr ebenfalls Plätze benötigt (Eventuell wäre es dort sogar ratsam von vornherein zwei oder drei Plätze zu reservieren!).

 

b) Der Bereich rund um den Cäcilienplatz sowie der untere Teil der Herbartstraße werden sehr stark von auswärtigen Stadtbesuchern als Parkmöglichkeit frequentiert und zwar deutlich stärker als die Nebenstraßen. Aus diesem Grunde sollte nach unserer Auffassung nochmals überdacht werden, ob es unter diesen Gesichtspunkten nicht doch sinnvoll ist, in diesen Teilbereichen doch reine Anwohnerparkzonen einzurichten. Sollten Sie keine Möglichkeit sehen, dieses dauerhaft zu ermöglich, wäre es zumindest für die Vorweihnachtszeit wünschenswert und sinnvoll. Während dieser Zeit findet man als Anwohner in den genannten Bereichen außer frühmorgens und nachts selten einen Parkplatz. Tagsüber ist man, sobald man seinen eigenen PKW einmal bewegt hat, regelmäßig darauf angewiesen, mehrfach im Kreis zu fahren und zu hoffen, dass irgendwo ein Parkplatz frei wird.

 

 

4. Busparkplatz Cäcilienplatz

Schließlich erbitten wir Auskunft über den Planungsstand zur Verlegung des Busparkplatzes weg vom Cäcilienplatz, wo er zwischen zwei Landschaftsschutzgebieten eine doch recht unglückliche Lage in einer der attraktivsten Eingangssituationen zur Oldenburger Innenstadt hat. Dieses, wo doch die Eingangssituation in die Innenstadt an dieser Stelle durch die Ausweitung der Fußgängerzone in der Gaststraße bis hin zum Theaterwall einhergehend mit der Errichtung des Straßencafes nochmals deutlich aufgewertet worden ist.

 

 

Ihrer geschätzten Rückäußerung sowie Stellungnahme der zuständigen Verwaltungsabteilungen sehen wir mit gespannter Erwartung entgegen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

Dr. Friedrich Schunter                                  Astrid Miedtank

-Vorsitzender -                                           - Sprecherin -

 

 


 

 

 

Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gerd Schwandner vom 27. November 2006

 

   “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

 

Herrn Oberbürgermeister

Prof. Dr. Gerd Schwandner

Markt 1

 

26122 Oldenburg                                                           27. November 2006

 

 

 

„Zuhören und Anpacken“

 

 

Sehr geehrter Herr Prof. Dr. Schwandner,

 

Ihr oben genanntes Motto aufgreifend möchten wir uns Ihnen als „Neuoldenburger“ zu Beginn Ihrer Amtszeit vorstellen und zugleich unsere Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass seitens engagierter Bürger vorgebrachte Kritik und Anregungen in der Oldenburger Stadtpolitik zukünftig tatsächlich mehr Beachtung finden, als es in der Vergangenheit der Fall gewesen ist.

 

Unsere Initiative hat sich im Sommer 2002 anlässlich der verkehrlichen Belastungen unseres Viertels im Rahmen des Verkehrsversuchs „Einbahnstraße Theaterwall“ zusammengefunden. Nachdem dieser nach wenigen Wochen vorzeitig beendet wurde, haben wir uns der im Zuge dessen laut gewordenen, generellen Probleme unseres Viertels angenommen. Wir überreichen hierzu zu Ihrer allgemeinen Information ein Exemplar unseres Flyers. Darüber hinaus können Sie sich auch auf unserer Webseite einen Eindruck verschaffen.

 

Aktuell sehen wir Gesprächs- und Handlungsbedarf bezüglich folgender Punkte:

 

- Umsetzung der Empfehlungen des Gutachtens des Europarates von 1981 insbesondere in Bezug auf die verkehrlichen Missstände (z.B. die Entwicklung eines Schwerlastverkehrkonzepts)

- Einstieg in die Umsetzung des Lärmminderungsplans von 2001

- Tempo 30 im gesamten Dobbenviertel (wie auch in sonstigen Wohngebieten)

- Entwicklung eines zukunftsorientierten Verkehrskonzepts zur Entlastung der Innenstadt und der innenstadtnahen Wohnviertel; Verbesserung des derzeit mangelhaften ÖPNV

 

In Zusammenhang mit dem letzten Punkt ist insbesondere auch die gerade in der Vorweihnachtszeit wieder besonders aktuelle Nutzung des Cäcilienplatzes als Busparkplatz anzusprechen. Weder die verkehrlich Anbindung, noch die örtlichen Gegebenheiten sind für die Abwicklung dieser Verkehre geeignet. Für die Anwohner rund um den Platz sowie insbesondere in der Cäcilienstraße ist der Zustand unhaltbar. Es müsste dringend entweder ein alternativer Halteplatz für die Busse gefunden werden, von dem aus diese dann zum Gelände der Weser-Ems-Halle weiterfahren oder aber beispielsweise von dort aus ein Park-and-Ride System mit einem oder mehreren Haltepunkten rund um den Wallring (an den vorhandenen Bushaltstellen) eingerichtet werden, ähnlich wie es in Groningen praktiziert wird.

 

Wir würden uns freuen, wenn wir die Gelegenheit bekämen, Sie in einem persönlichen Gespräch kennen zu lernen und Ihnen unsere Anliegen vortragen zu können. In der Vergangenheit haben wir bereits mehrfach Gespräche mit Herrn Stadtbaurat Dr. Pantel geführt, die bedauerlicherweise jedoch bisher ohne merkbaren Erfolg geblieben sind.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

 

 

Dr. Friedrich Schunter                                  Astrid Miedtank

-Vorsitzender -                                           - Sprecherin -

 

 

 

 

 

 

Schreiben der FDP-Ratsfraktion vom 21. Juli 2005

 

FDP-Ratsfraktion·Altes Rathaus/Markt 1·26105 Oldenburg

 

 

Herrn

Friedrich Schunter

Bürgerinitiative Dobbenviertel

Teichstr. 1

 

26122 Oldenburg

  

 

 

Oldenburg,  11. Juli 2005

 

 

Sehr geehrte Frau Miedtank.

sehr geehrter Herr Schunter,

 

für die Übersendung Ihres an den Oberbürgermeister gerichteten Schreibens vom 5. Juni 2005 danke ich. Wegen eines Klinikaufenthaltes komme ich erst heute dazu, darauf einzugehen.

 

Als Anlieger des Dobbenviertels weiß ich persönlich die Situation einzuschätzen, die sich aufgrund der Änderung der Verkehrsführung ergeben hat. Ich teile Ihre Ansicht, dass die zusätzlichen Belastungen sich in Grenzen halten, wenn sie auch zeitweise doch sehr nachteilig spürbar sind. Wir werden im zuständigen Verkehrsausschuss darauf drängen, dass insbesondere die Polizei um zusätzliche Verkehrsüberwachungsmaßnahmen gebeten wird.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

gez.               

Hans-Richard Schwartz

Fraktionsvorsitzender

 

 

 

Schreiben an die Redaktion der NWZ vom 20. Juni 2005

 

 

 

   “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

 BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1

 

 

NWZ

z. Hd. Frau Schicke

Peterstr. 28-34

 

26121 Oldenburg

 

 

Weitere Schilder „Besseres Wohnen - weniger Verkehr“ aufgestellt

 

Seit dem Sommer vergangenen Jahres hat die BI Dobbenviertel im Bereich der Hauptverkehrsachse Hindenburg-/Roonstraße bis zum Gerberhof auf etlichen Privatgrundstücken Tempo-30 Initiativ-Schilder mit dem Zusatz „Besseres Wohnen – weniger Verkehr“ aufgestellt. Damit verleihen wir unserer Forderung nach einer entsprechenden Geschwindigkeitsbegrenzung auch in diesem Bereich unseres Wohnviertel optisch Ausdruck.

 

In den letzten Tagen sind weitere Initiativ-Schilder im Bereich der Lindenallee sowie in der Bismarckstraße hinzugekommen. Seit Beginn der Großbaustelle Ofener Straße mussten wir leider feststellen, dass sich die wenigsten Fahrzeugführer an die in diesen beiden Straßen geltende Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h halten. Ein Großteil des momentan durch beide Straßen fließenden Verkehrs überschreitet diese Geschwindigkeit vielmehr erheblich. Neben einem massiven Anstieg des Verkehrslärms bedeutet das auch eine deutliche Erhöhung des Gefährdungspotentials nicht nur für die Anwohner im allgemeinen, sondern insbesondere auch für die Schule und die Kindestagesstätte. Geschwindigkeitsmessungen seitens der Ordnungsbehörden bzw. der Polizei sind bisher leider nicht veranlasst worden. Wir hoffen daher, den einen oder anderen Fahrer vielleicht wenigstens über unsere Schilder erreichen zu können.

 

Wir würden uns freuen wenn Sie beigefügtes Foto veröffentlichen würden. Abgebildet sind unter anderem hinten rechts vor dem Initiativenschild der Vorsitzende Dr. Friedrich Schunter und zweite von rechts Pressesprecherin Astrid Miedtank.

 

 

 

Astrid Miedtank

- Pressesprecherin -

Herbartstr. 13

26122 Oldenburg

 

 

 

 

 

 

Offener Brief vom 05. Juni 2005

 

   “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

 BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1

 

Offener Brief an

Herrn OB Dietmar Schütz

Ratsfraktionen der Stadt Oldenburg

NWZ

VWG

Oldenburg, den 05.06.2005

 

 

Verkehrsmaßnahmen im Rahmen der Baumaßnahmen in der Ofener Strasse

 

Die bis zum Beginn der o.g. Baumaßnahmen bekannt gemachte, offizielle Umleitungsstrecke für den stadtauswärts führenden Verkehr war gemäß dem Beschluss des Verkehrsausschusses vom 17.03.2005 „für den Fahrzeugverkehr die Umleitungsstrecke über Roonstraße, Hindenburgstraße, Gerberhof und Prinzessinweg“. Diese vorgesehene Verkehrsführung ließ eine chaotische Verkehrssituation an den Hauptachsen des Dobbenviertels sowie an der Einmündung am Westkreuz mit erheblichem Stau des Autoverkehrs und Belästigungen der Anwohner erwarten. Die Bürgerinitiative hat daher mit Schreiben  vom 18.02.und 22.03.05 an die Stadt Oldenburg auf das Problem aufmerksam gemacht und Anregungen zur Lösung des

Problems gegeben.

 

Die teilweise geäußerte Meinung, das Dobbenviertel beanspruche Sonderlösungen, trifft insoweit nicht zu. Nicht hingenommen wurde bisher lediglich der unsägliche Verkehrsversuch am Theaterwall. Bereits während der lang andauernden Bauarbeiten zunächst in der Garten- und anschließend in der Hauptstrasse wurde der Umleitungsverkehr durch das Viertel geführt, da eine anderweitige Lösung nicht erkennbar war. Die nunmehrige Umleitung aufgrund der Bauarbeiten an der Ofener Strasse wurde zumindest insoweit entschärft, als die Stadt zwar die Hauptlast des Umleitungsverkehrs in das Dobbenviertel gelegt, schließlich aber auch zusätzliche Maßnahmen zur Entlastung getroffen hat (weiträumige Hinweise auf Sperrung der Ofener Strasse, Umleitung auch über Garten-/Hauptstrasse, Ableitung eines Teils des Busverkehrs vor dem Westkreuz). Damit wurden die Wünsche und Anregungen der Bewohner aufgegriffen und das zu erwartende Verkehrschaos – zumindest bisher – vermieden.

 

Nach amtlichen Daten leiden mehr als ¾ der Bundesbürger unter Verkehrslärm. Dieser geht überproportional auf bestimmte Verkehrsteilnehmer und deren Verhalten zurück. Käme es vermehrt zu der Einsicht, dass die ständige Beschleunigung und Verzögerung des Verkehrs keinen wesentlichen Zeitgewinn bringt und sowohl aus ökonomischen als auch ökologischen Gründen abzulehnen ist und wäre es Ziel von Verkehrsbehörden und Verkehrsteilnehmern einen gleichmäßigen Verkehrsfluss zu erreichen, so wären die Auswirkungen des Verkehrs für alle sehr viel leichter zu ertragen, ohne dass Nachteile entstünden.

 

Nicht tolerierbar sind Verhaltensweisen einzelner Verkehrsteilnehmer, die die zulässigen Geschwindigkeiten erheblich überschreiten und damit ihrer Umwelt unnötige Lasten und Gefahren aufbürden. Dieses betrifft neben z. B. dem derzeitigen Umleitungsverkehr durch die Herbartstrasse (laut Zeitungsberichten offenbar z.B. auch die Beverbäkstrasse anlässlich der Umleitung wegen der Baustelle Donnerschweer Strasse!) generell weite Teile des Stadtgebiets. Hier sind die Überwachungsbehörden aufgerufen, tätig zu werden.

 

Schließlich ist in diesem Zusammenhang noch das Verkehrsverhalten der Busse anzusprechen, die in eng bebauten Strassenteilen überproportional Lärm und insbesondere in den nicht sanierten Strassen des Viertels erhebliche Erschütterungen der Gebäude verursachen. Hierzu wäre ein Hinweis der Leitung der VWG an ihre Mitarbeiter auf eine zurückhaltendere Fahrweise wünschenswert.

 

 

Dr. Friedrich Schunter                                     Astrid Miedtank

Vorsitzender                                                               Sprecherin

 

 

 

 

 

Anwohnerschreiben vom Mai 2005

 

   “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

 BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1

 

 

 

An die

Anwohner der Straßenzüge

- Roonstr./Hindenburgstr./Gerberhof

- Herbartstr./Lindenallee/Meinardusstr.

 

Oldenburg, im Mai 2005

 

 

Baustelle Ofener Str., Zufahrt OLantis Huntebad, Veranstaltungen im Rahmen von „Jahrhundertschritt 05“ vor dem Landesbehördenzentrum

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

wie Sie der Presse vielleicht schon entnommen haben, saniert der OOWV in diesem Jahr von Mai bis November sowie im kommenden Jahr von März bis Herbst den Abwasserkanal in der Ofener Straße. Durch die notwenigen Sperrungen wird es zu erheblichen Verkehrsproblemen kommen. Gemäß den Planungen der Stadt Oldenburg soll die Ofener Straße einspurig stadteinwärts befahrbar bleiben. Der stadtauswärts fließende Verkehr einschließlich den Buslinien 306, 309 und 310 soll über den Theaterwall und die Achse Roonstraße/Hindenburgstraße/Gerberhof bis zum Westkreuz umgeleitet werden. Zugleich hat die Stadt Oldenburg die Hauptzufahrt zum OLantis Huntebad für aus Richtung der BAB-Abfahrt Haarentor kommenden Fahrzeuge über die Lindenallee ausgeschildert.

 

Fraglich geworden ist nunmehr, ob und in welchem Umfang ab Mai im Rahmen der Jubiläumsveranstaltungen zur Landesausstellung von 1905 „Jahrhundertschritt 05“ zusätzlich Veranstaltungen auf der Freifläche vor dem ehemaligen Staatsministerium (Landesbehördenzentrum) stattfinden werden. Einer der Höhepunkte dort soll das Landeskulturfest am 25./26. Juni sein. Falls der Aufbau des sog. Behrens-Pavillions durch das kurzfristige Eintreten von Sponsoren doch noch realisiert werden könnte, dürfte durch diese Veranstaltungsreihe mit einem deutlich erhöhten Besucheransturm somit auch einem erhöhten Verkehrsaufkommen zu rechnen sein.

 

Bei der Vorstellung der Jubiläumsveranstaltungen am 14.02.05 wurde Herr OB Schütz auf die durch die Sperrung der Ofener Straße entstehende Verkehrsproblematik angesprochen. Er schlug daraufhin vor, den Umleitungsverkehr (gemeint war vermutlich nicht der ÖPNV, sondern nur der Individualverkehr) über die Achse Gartenstraße/Hauptstraße zu führen. Dieser Vorschlag erschien ganz vernünftig, wenn darüber hinaus der Omnibusverkehr in der Zentralachse so gestaltet werden würde, dass er möglichst wenig schadensstiftend und belästigend abläuft (z.B. moderates Fahren, nicht mehr als 30 km/h).

 

An diese Aussage anknüpfend hat die BI Dobben Herrn OB Schütz am 18.02.05 um eine schriftliche Stellungnahme zur Planung der Verkehrsführung während der Baumaßnahme in der Ofener Straße sowie auch im Dobbenviertel allgemein gebeten. Als Reaktion kamen leider nur wenig aussagekräftige Floskeln und keinerlei inhaltliche Ausführungen zu den angeschnittenen Punkten. Auf eine neuerliche Anfrage unter Berücksichtigung der zwischenzeitlich vom Rat beschlossenen und am 30.03.05 in der NWZ auch bereits dargestellten obigen Planungen erhielten wir bis heute gar keine Reaktion.

 

WAS KOMMT AUF UNS ANWOHNER ZU?

 

In 2005 und 2006 erwarten uns jeweils über mehr als ein halbes Jahr:

 

- Verkehrslärm, Erschütterungen des Häuser, Verkehrsdreck und Abgase mit allenfalls graduellen Unterschieden von morgens früh bis spät in die Nacht; dieses wird vermutlich nicht nur den Bereich der Roonstraße bis zum Gerberhof betreffen, sondern auch die Herbartstrasse durch den aus dem Stadtnorden über die Peterstraße kommenden Verkehr und die Lindenallee wegen der dort ausgeschilderten Anfahrt zum OLantis Huntebad

 

- erhebliche Verkehrsstauungen mit den sich daraus ergebenden Belästigungen im gesamten Viertel, insbesondere an der Einmündung Bloherfelder Straße (Alte Molkerei)

 

WAS KÖNNEN WIR ANWOHNER TUN?

 

Am sichersten wäre vermutlich die Alternative „Auswandern“ und am ineffektivsten die Devise „Nichts tun und still vor sich hin leiden“. Die Erfahrungen im Rahmen des Verkehrsversuchs „Einbahnstraße Theaterwall“ haben gezeigt, dass man gemeinsam durchaus etwas erreichen kann. Daher möchte die BI Dobben mit möglichst vielen von Ihnen:

 

1. Auf das Problem aufmerksam machen durch

- das Aufhängen entsprechender Spruchbänder in den betroffenen Straßen

- Tempo 30-Schilder wie schon im Bereich Hindenburgstraße vorhanden

- Einschalten der Presse, Leserbriefe

- Protestbriefe und/oder Anrufe an Herrn OB Schütz (235-2215 oder 235-2258), sämtliche Ratsfraktionen (allesamt Markt 1, 26122 Oldenburg), den Baudezernenten Herrn Dr. Pantel (Technisches Rathaus, Industriestr., 26121 Oldenburg) sowie sämtliche Mitglieder des Verkehrsausschusses

- Frau Susanne Berg (Vorsitzende), Unterm Berg 31 26123 Oldenburg

- Herr Tahsin Albayarak, Cloppenburger Str. 202, 26133 Oldenburg

- Frau Maria Bollerslev, Lärchenring 25, 26133 Oldenburg

- Frau Else Hartmann, Franz-Poppe-Str. 17, 26121 Oldenburg

- Herr Nils Krummacker, Hundsmühler Str. 156, 26131 Oldenburg

- Frau Susanne Martitz, im Ofenerfeld 13a, 26127 Oldenburg

- Frau Gesine Multhaupt, Huntestr. 26135 Oldenburg

- Frau Anne von Seggern, Herrenweg 86, 26135 Oldenburg

- Frau Andrea Ahrens, Eichkamp 6, 26131 Oldenburg

- Herr Manfred Drieling, Mittelweg 68, 26127 Oldenburg

- Herr Michael Rosenkranz, Bloherfelder Str. 80, 26129 Oldenburg

- Frau Elena Woltemade, Artillerieweg 40, 26129 Oldenburg

2. Legale Verkehrsbeeinflussung

- Wir – und auch möglichst alle unsere Freunde und Bekannten – fahren im gesamten Viertel strikt 30km/h (Klebeschild für Ihr Auto anbei)

- Soweit es nicht ausdrücklich durch ein blaues Gebotsschild ausgewiesen ist, sind Sie nicht verpflichtet, einen Radweg zu benutzen. Daher: Fahren Sie wie wir wo immer möglich mit dem Fahrrad auf der Strasse!

3. Demonstrationen, zu Zeiten wenn es weh tut: z.B. am Wochenende des Landeskulturfestes am 25./26.06.05

 

Zum Meinungsaustausch und zur Planung in Betracht kommender Aktionen treffen sich alle Interessierten am Donnerstag, den 19. Mai 2005 um 20 Uhr im Handelshaus in der Gartenstraße. Wir würden uns sehr freuen, wenn möglichst viele betroffene Bürger ihr Interesse in dieser Sache aktiv in die Hand nähmen und hoffen auf Ihr zahlreiches Erscheinen. Ein Exemplar unseres Flugblattes über uns und unsere Ziele liegt zu ihrer Information bei.

 

 

Dr. Friedrich Schunter                                     Astrid Miedtank

Vorsitzender                                                 Sprecherin

 

 

 

 

 

 

 

 

Brief der Bürgerinitiative an den Oberbürgermeister

    “BESSERES WOHNEN - WENIGER VERKEHR”      

 BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1

 

Herrn Oberbürgermeister

Dietmar Schütz

Rathaus

Markt 1

 

26122 Oldenburg

 

 

 

 

 

Jahrhundertschritt 05                                                                          27.02.2005

Dobbenviertel

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

 

die Vorstellung des „Jahrhunderschritts 05" am 14.02.05 hat überzeugend dargelegt, was gemeinsames Handeln bewirken kann.
Der Stadt Oldenburg, den Initiatoren und den Sponsoren des Projektes kann man nur gratulieren zu dem überaus vielversprechenden Projekt, welches nicht nur durch das Programm sondern auch insbesondere dadurch überzeugt, dass es als Gemeinschaftsprojekt eine vielschichtige Trägerschaft hat und mit geringsten Kosten durchgeführt werden soll.

An der Vorstellung im Landtag hat auch Ihr Eintreten für eine vernünftige Verkehrsführung
während der Bauarbeiten an der Ofener Strasse Aufmerksamkeit gefunden. Vom Fachdezernat waren anscheinend - außer der geplanten einseitigen Verkehrsführung auf der Ofener Strasse in Richtung Stadtmitte - keine verkehrslenkenden Maßnahmen für den stadtauswärts führenden Verkehr vorgesehen. Ihr Vorschlag, diesen Verkehr auf die Gartenstrasse stadtauswärts zu leiten, scheint nicht nur vernünftig sondern findet im Dobbenviertel ausgesprochen positive Resonanz, zumal hier seit Jahren (Ausbau der Gartenstrasse, Verkehrsversuch, Ausbau der Hauptstrasse und auch durch die Bauarbeiten in der Hindenburg- und Roonstrasse) erhebliche zusätzliche Verkehrsbelastungen für die Anwohner bestanden.

Wir hoffen, dass Ihre Anregung aufgegriffen und umgesetzt wird.

Zwar wurde von Anwohnern auf dem Treffen am 14.02.05 auch die beständig unbefriedigende Verkehrssituation im Dobbenviertel angesprochen, verständlicherweise konnte hierzu von Ihnen keine ad hoc Aussage gemacht und erwartet werden. Wir möchten Sie jedoch hiermit dringend bitten, sich  dieses Problems anzunehmen. Das Dobbenviertel als innenstadtnahes Wohnviertel (so gewollt und in den Bebauungsplänen ausgewiesen) leidet erheblich unter dem Längs- und Querverkehr in den Hauptachsen (Roon- und Hindenburgstraße, Herbartstraße, Lindenallee und Meinardusstraße). Der Verkehr hat laufend zugenommen und hat, bedingt durch die exponentielle Geräuschbelästigung bei Steigerung der Geschwindigkeit, die mit dem Ausbau der Zentralachse eingetreten ist, ein Ausmaß erreicht, das für die Funktion des Wohnens nicht mehr vertretbar ist. Wir bitten Sie daher, sich dafür einzusetzen, dass im gesamten Viertel eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h  ausgewiesen wird und Maßnahmen zur Einhaltung getroffen werden. Darüber hinaus fordern wir eine Regelung bezüglich des Lastwagenverkehrs. Es kann nicht toleriert werden, dass in dem Wohnviertel Schwerlastverkehr zu jeder Tag- und Nachtzeit stattfindet. Hierzu besteht keine sachliche Notwendigkeit. Eine Abwägung der Interessen zwischen Anliegern und öffentlichem Verkehr ist dringend erforderlich.

Wir bitten Sie, darauf hinzuwirken, dass die genannten Punkte aufgegriffen werden und damit das Wohnen in diesem Bereich gesichert wird. Wir sind gerne bereit, dabei in sachlicher Weise mitzuwirken. 

Mit freundlichen Grüssen

Dr. Friedrich Schunter                                                 Astrid Miedtank

 


 

 

Schreiben an die Fraktionen vom 18.10.2002

 

BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1

Tel. 0441-9729966

Fax 0441-9729964

 

 

An die

Fraktionen des Rates der Stadt Oldenburg

Markt 1

 

26122 Oldenburg                                                                                            18.10.2002     

 

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

auch nach der Beendigung des Verkehrsversuches Theaterwall haben wir uns zum Ziel gesetzt, uns weiter um die Interessen der Anwohner des Dobbenviertels zu kümmern, die im Rahmen unserer Aktionen an uns herangetragen worden sind. Nach Gesprächen mit verschiedenen Einzelvertretern der Fraktionen sowie dem neuen Stadtbaurat, Herrn Dr. Pantel, wenden wir uns nun mit konkreten Zielvorstellungen und der Bitte um Unterstützung an Sie als die politischen Entscheidungsträger unserer Stadt.

 

In anliegendem Thesenpapier haben wir die rechtsverbindliche Planungssituation im Dobbenviertel den gegebenen Realitäten gegenübergestellt und anschließend eine Reihe von Anregungen für denkbare verkehrsberuhigende Maßnahmen angeführt.

 

Dabei ist - wie schon teilweise in unseren Flugblättern - nochmals ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass sämtliche für die Einzelbereiche des Viertels rechtsverbindlichen Bebauungspläne auf die Verkehrs- und Lärmproblematik für das Viertel als reines, allgemeines bzw. besonderes Wohngebiet hinweisen. In den Begründungen der unterschiedlichen Bebauungspläne wird die Notwendigkeit einer Verkehrsberuhigung zur Erreichung der planungsrechtlichen Vorgaben angeführt. Gleichwohl ist bis zum heutigen Tag nichts zur Verwirklichung dieser Planungsziele unternommen worden.

 

Wir fordern Sie daher auf, in den Rat der Stadt Oldenburg den Antrag einzubringen, der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, kurzfristig ein Verkehrsberuhigungskonzept für das gesamte Dobbenviertel zu erstellen und umzusetzen.

 

Im Rahmen einer solchen Planungstätigkeit würden wir Ihnen gerne als Interessenvertreter der Anwohner unterstützend zur Seite stehen.

 

Mit freundlichem Gruß,

 

 


 

BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstr. 1

 

WAS WIRD AUS BEBAUUNGSPLÄNEN UND AUS VERKEHRSKONZEPTEN IN OLDENBURG ?

 

Bereits in der Einleitung zum Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Oldenburg wird dargelegt, daß im Gegensatz zu früher, als die Bewältigung des motorisierten Individualverkehrs im Zentrum der Planungen stand, heute die umwelt- und sozialverträgliche Gestaltung des Verkehrs zentrales Anliegen der Verkehrsplanung sein muss. Dies beinhaltet, die Planung so zu gestalten, daß die Bevölkerung nicht mehr als unbedingt erforderlich von den Lärm- und Schadstoffimmissionen des motorisierten Verkehrs betroffen wird. Es ist wissenschaftlich in zahlreichen Arbeiten belegt, dass durch die Lärm- und Schadstoffimmissionen schwerwiegende Krankheiten hervorgerufen werden können, was sich als entsprechende Gegenmaßnahmen in Gesetzen und Richtlinien niedergeschlagen hat.

 

Die Zielsetzung des Verkehrsentwicklungsplanes der Stadt Oldenburg ist sehr zu begrüßen,

scheint jedoch für das Dobbenviertel keine Gültigkeit zu besitzen, da die Stadt Oldenburg seit Jahren die diesbezüglichen Vorgaben der  rechtskräftigen Bebauungspläne M390 A-C missachtet.

I. Planerische Vorgaben und Aussagen:

In den Bebauungsplänen wird festgestellt, dass das Dobbenviertel als reines Wohngebiet geplant wurde, dass aber nach und nach andere Nutzungen hinzukamen. Um diese Entwicklung zu stoppen und um dieses Gebiet als Wohngebiet mit hohem Wohnwert zu erhalten, wurden die Bebauungspläne aufgestellt. Dies erfolgte auch im Hinblick darauf, dass im Gutachten des Europarates von 1981 festgestellt wurde, dass Substanz, Architektur Bildstruktur und Funktion des Viertels von großer architekturhistorischer und städtebaugeschichtlicher Bedeutung sind und daher erhaltenswert und schutzwürdig sind.
In diesem Gutachten werden folgende Empfehlungen gemacht:

·        Aufstellung verbindlicher Bebauungspläne und dabei die Ausweisung reiner Wohngebiete soviel wie möglich zu fördern

·        Verkehrsplanung für das Viertel zu entwerfen und zu verwirklichen


Die Bebauungspläne M 390 A-C für das Dobbenviertel wurden aufgestellt  und rechtskräftig.

Mit dem Bebauungsplan M 390 A, rechtskräftig seit 10.06.1983, wurde ein Verkehrskonzept aufgestellt. Dieses unterstellt, dass die Verkehrsbelastung im Dobbenviertel für die Wohnnutzung zumutbar bleibt. In diesem Verkehrskonzept wird gefordert

·        „großräumige verkehrslenkende Maßnahmen, insbesondere um nächtlichen LKW-Verkehr aus dem Dobbenviertel herauszuhalten“

·        „durch verkehrslenkende Maßnahmen soll der Fremd- und Schwerlastverkehr auf den Hauptverkehrsstraßen außerhalb des Dobbenviertels (Ofener Straße / Innerer Ring / Gartenstraße) geführt werden“

·        der Straßenzug Roonstraße – Hindenburgstraße – Tirpitzstraße – Gerberhof  ist als Verkehrsstraße ausgewiesen, ein beidseitiger Radweg ist vorgesehen

·        der Straßenzug Meinardusstraße – Lindenallee ist Verkehrsstraße in beiden Richtungen und soll Einbahnstraße in Richtung Ofener Straße werden und die Funktion einer Sammelstraße erhalten. Radwege werden als unbedingt erforderlich erachtet.

   

Der Bebauungsplan M 390 B wurde am 23.05.1997 rechtskräftig.

Hier wird ausgeführt:

·        „ Von besonderer Bedeutung für den innerstädtischen Verkehr sind dabei die Gartenstraße und die Roonstraße  als Teil des ostwestlichen Straßenzuges... sowie die Ofener Straße als Hauptverkehrsstraßen gemäß dem Gesamtverkehrskonzept  2000. Die übrigen Straßen sind einbezogen in die flächendeckende Verkehrsberuhigung ( Tempo 30-Zone).
Durch die Verlagerung des Verkehrs auf die Hauptverkehrstraßen ergeben sich hohe Lärmwerte im Bereich der vorhandenen Bebauung. So beträgt als Spitzenwert der Beurteilungspegel entlang der Roonstraße tags bis zu 65 dB (A) und nachts bis zu 56 dB (A).“

·        „Wesentliche Ziele des Bebauungsplanes sind, die Wohnnutzung und die bauliche Struktur im Planbereich zu sichern.“

·        „ ... die Wohnnutzung erhalten und fortentwickelt werden soll.“

·        „Der Festsetzung von Wohngebieten kann entgegengehalten werden, daß sie in weiten Teilen einem hohen Verkehrslärm ausgesetzt sind, so werden die schalltechnischen Orientierungswerte für besondere Wohngebiete ( DIN 18005) überschritten...“

·        „Der Straßenzug Roonstraße ist eine Verkehrsstraße mit verstärkt auftretenden Lärmimmissionen.“


Schließlich macht der Bebauungsplan M-390C, rechtskräftig seit 13.12.1996, folgende Angaben:

·        „Durch die hohe Verkehrsstärke auf diesen Straßen (Gartenstraße und Straßenzug Roonstraße – Hindenburgstraße – Tirpitzstraße – Gerberhof) sind im Bereich der Bebauung Mittelungspegel vorhanden, die tags weit über 60 und nachts weit über 50 dB (A) liegen.“

·        „Im Zusammenhang mit dem Bebauungsplan M – 390 A wurde für das Dobbenviertel ein Verkehrskonzept entwickelt. Dabei wurde davon ausgegangen, daß die Verkehrsbelastung im gesamten Viertel für die Wohnnutzung zumutbar bleibt. U.a. sieht das Konzept vor, den Fremd- und Schwerlastverkehr durch verkehrslenkende Maßnahmen auf die Hauptverkehrsstraßen außerhalb des Dobbenviertels ( Ofener Straße/ Innerer Ring / Gartenstraße) zu führen.“

 

 II. Die Realität:

 

Einerseits haben die Bebauungspläne M390 A-C der weiteren Zweckentfremdung von Wohnraum entgegengewirkt und sind daher den Forderungen des Gutachtens des Europarates von 1981 nachgekommen. Sie haben die Nutzungsmöglichkeiten der Häuser durch die Besitzer stark eingeschränkt.

Andererseits hat die Stadt Oldenburg jedoch das Verkehrkonzept des Bebauungsplanes

M 390A bisher, d.h. in einem Zeitraum von nunmehr 19 Jahren, nicht umgesetzt:
 

Dies betrifft die Vorgaben aus dem Verkehrskonzept als auch die allgemeine Forderung, den Verkehr für die Wohnnutzung im Dobbenviertel zumutbar zu halten.

 

Seit Jahren nimmt der Längs- und Querverkehr tags und nachts zu, ohne dass dieser Entwicklung Einhalt geboten wird. Das Dobbenviertel ist ein Wohngebiet und soll als solches erhalten und in seiner Funktion wieder hergestellt werden!  Sowohl Verkehrlärm als auch Abgasimmissionen machen das Wohnen an den Verkehrsachsen zunehmend unmöglich und berücksichtigen nicht die zulässigen Lärmpegel. Selbst Schallschutzfenster vermögen nicht, diese Belastung  erträglich zu machen. Öffnen von Fenstern ist grundsätzlich nicht möglich.
Der tags und nachts unverändert ablaufende Fremd- und insbesondere der Schwerlastverkehr bringt über die Lärm- und Schadstoffimmissionen hinaus schwere Erschütterungen der historischen Bausubstanz und Nachfolgeschäden mit sich. Die Verschmutzungen der Häuser an den Verkehrsstraßen machen es erforderlich, daß hier mit mindestens doppelter Häufigkeit die Außenrenovierungen erfolgen müssen, als an nicht verkehrsbelasteten Straßen. Der verkehrsbedingte Schmutz dringt selbst durch ständig geschlossene Fenster in die Wohungen ein.

III. Die Forderungen:

 

Die Bürgerinitiative Dobbenviertel fordert die Fraktionen des Stadtrates Oldenburg auf, der Verwaltung den Auftrag zu erteilen, kurzfristig die Vorgaben aus den Bebauungsplänen M 390A-C auch hinsichtlich der Verkehrslenkung und Verkehrsberuhigung umzusetzen und die Vorgaben so zu gestalten, dass an allen Straßen  des Dobbenviertels das Wohnen möglich ist. Die Gefährdung von Fußgängern, insbesondere von Kindern und älteren Personen und von  Radfahrern muß minimiert werden. Die Verkehrsbelastung im Bereich der Schulen und Kindergärten muss ebenfalls reduziert werden.

Minimalerfordernisse sind:

·        Lärmschutzmaßnahmen zur Erreichung der Emmissionsgrenzwerte der Verkehrslärmschutzverordnung – 16.BImSchV vom 12.Juni 1990

·        Gewichtsbegrenzung auf 5 t im gesamten Dobbenviertel

·        Geschwindigkeit von 30 km/h  im gesamten Dobbenviertel

·        Gestalterische Maßnahmen, damit die Geschwindigkeitsvorgaben eingehalten werden
·        Kontrollen der Geschwindigkeitsvorgaben
·        Aufhebung des absoluten Halteverbotes im Verlauf der Hindenburg- und Roonstraße

 

Wir sind zu einer gestaltenden Mitarbeit bereit.

 

 

Stellungnahme der Bürgerinitiative zum Zeigungsartikel der NWZ vom 08.08.2002

 

Zum Zeitungsartikel der NWZ vom 08.08.2002 nimmt die Bürgerinitiative Dobbenviertel wie folgt Stellung:

 

Der Zeitungsartikel gibt einseitig nur ein wesentliches Ziel der Bürgerinitiative wieder, nämlich die Verkehrsberuhigung innerhalb des Dobbenviertels zur Verbesserung der Wohnqualität.

 

Darüber hinaus hat die Bürgerinitiative jedoch als wichtiges Ziel die Verhältnisse für die zahlreichen Fußgänger und Fahrradfahrer deutlich zu verbessern. Dies beinhaltet unter anderem die Bereitstellung ausreichender Verkehrsräume für diese beiden Gruppen und Minderung der Gefahren, die durch den Kraftfahrzeugverkehr bedingt sind.

Dies kann unseres Erachtens nur erreicht werden, wenn ein schnelles Befahren der Wohnstraßen durch bauliche Maßnahmen verhindert wird. Eine Gewichtsbegrenzung ist unabdingbare Voraussetzung für den Erhalt der historischen Gebäude.

 

Konkrete Detailvorschläge bezüglich der Umsetzung der oben genannten Ziele hat die Bürgerinitiative bisher nicht vorgelegt. Es war daher weder davon die Rede, dass die Lindenallee Einbahnstraße in Richtung Ofener Straße werden sollte (wie im Verkehrskonzept 1983 vorgesehen), noch dass der Ausbau der Roonstraße verhindert werden soll. Vielmehr beziehen sich die Bedenken der Bürgerinitiative darauf, dass die bisherige Ausbauplanung die Belange der Fußgänger und Fahrradfahrer nicht hinreichend berücksichtigt.

 


 

 


 

Flugblätter der Bürgerinitiative

 

 

 

Das Flugblatt der Bürgerinitiative vom 22. Juli 2002

 

 

BÜRGERINITIATIVE DOBBENVIERTEL OLDENBURG  

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstraße 1

 

Das Ende des Verkehrsversuches am Theaterwall

bedeutet nicht das Ende der Bürgerinitiative!

 

Liebe (Mit-)Bewohner des Dobbenviertels!

 

Zwar ist der unsägliche Verkehrsversuch der Einbahnstraßenregelung am Theaterwall nicht zuletzt dank unseres heftigen Protestes zwischenzeitlich beendet worden. Gleichwohl soll das Erreichen dieses Nahziels nicht auch das Ende der Bürgerinitiative bedeuten, sondern vielmehr Ansporn sein, weitere notwenige Maßnahmen zur Verbesserung der Wohnqualität im gesamten Dobbenviertel gegenüber Politik und Verwaltung zu artikulieren und hoffentlich auch durchzusetzen.

 

Zunächst möchten wir uns für die vielfältige Unterstützung im Rahmen der Aktivitäten gegen den Verkehrsversuch bedanken. Es hat sich einmal mehr gezeigt, dass es durchaus möglich ist, auf Entscheidungen von Politik und Verwaltung Einfluss zu nehmen. Der Verkehrsversuch und seine Folgen haben bei vielen Anwohnern unseres Viertels das Fass zum Überlaufen gebracht und sie dazu bewegt, ihren Unmut zu äußern. Im Rahmen unserer Unterschriftenaktion sind eine Vielzahl verkehrstechnischer Missstände im gesamten Dobbenviertel an uns herangetragen worden, derer wir uns gerne annehmen wollen.

 

Im Rahmen eines Gutachtens des Europarates von 1981 wurde bezüglich des Dobbenviertels festgestellt, dass Substanz, Architektur, Bildstruktur und Funktion des Viertels von großer architekturhistorischer und städtebaugeschichtlicher Bedeutung und aus diesem Grunde erhaltenswert und schutzwürdig sind. Durch die Erstellung verbindlicher Bebauungspläne sollte daher sichergestellt werden, dass die Wohnfunktion im Viertel wieder gestärkt wird und eine dieser Planungssituation entsprechende Verkehrsplanung entworfen und verwirklicht wird.

 

Aus diesem Grund sind wesentliche Teile des Dobbenviertels zwischen 1983 und 1996 als reine bzw. besondere Wohngebiete ausgewiesen worden. Die dazugehörige Verkehrsplanung ist dabei allerdings auf der Strecke geblieben. Obwohl bereits bei der Planaufstellung der ersten Bebauungspläne in 1983 feststand, dass die schalltechnischen Lärmpegel für reine Wohngebiete entlang der Verkehrsstrassen nicht eingehalten werden, ist es bis zum heutigen Tag nicht zu wesentlichen Maßnahmen gekommen, die das Verkehrsaufkommen im Dobbenviertel vermindern und insbesondere den Durchgangsverkehr aus diesem heraushalten würden.

 

So sah die Verkehrsplanung im Rahmen der Begründung des für die Lindenallee seit 1983 geltenden Bebauungsplanes bereits vor, die Lindenallee zu einer in Richtung Ofener Straße führenden Einbahnstrasse zu machen, um die dortige Verkehrssituation insbesondere für das Herbartgymnasium zu verbessern. Dieser Vorteil hat sich auch im Rahmen des Verkehrsversuches für die Lindenallee gezeigt. Gleichwohl hat sie diesen Status mit Ende des Versuchs ohne weiteres Nachdenken von Politik und Verwaltung wieder verloren, was nicht zu akzeptieren ist.

 

Weitere vorrangige Ziele der Bürgerinitiative Dobbenviertel sollen daher unter anderem die notwendige Verkehrsberuhigung auf den Verkehrsachsen Lindenallee/Meinardusstrasse sowie Roonstraße/Hindenburgstrasse/Tirpitzstrasse/Gerberhof und die Parksituation Unter den Eichen sein. Entgegen den Vermutungen anderweitiger Interessengruppen wollen wir uns gerne auch in die unser Viertel so sehr betreffende Verkehrsplanung im Bereich des Theaterwalls mit einbringen, wo wir eine umfassende Lösung unter Einbeziehung des gesamten Bereiches zwischen Damm und Lappan für sinnvoll erachten.

 

So wird sich noch eine Vielzahl von Punkten finden lassen, die es sich anzugehen lohnt. Aus diesem Grund wollen wir eine Art Stammtisch ins Leben rufen, der sich jeden ersten Dienstag im Monat um 20 Uhr im PFL treffen soll. Das erste Treffen findet am

 

Dienstag, den 06.08.2002

 

statt und darf keine geschlossene Gesellschaft werden. Vielmehr ist die Bürgerinitiative auf jeden Mitstreiter angewiesen, der bereit ist, sich und seine Fähigkeiten einzubringen und die Aktivitäten zu unterstützen.

 

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme !

 

Abschließend ein Vorschlag, wie jeder selbst zur Verkehrsberuhigung in unserem Viertel beitragen könnte:

 

Überall Tempo 30 einhalten !

 

P.S.:   Am 20.08.2002 veranstaltet die SPD-Fraktion in Anwesenheit des neuen Baudezernenten, 

            Herrn Dr. Pantel, eine Anwohnerversammlung in der Aula des AGO.

 

 


 

 

 

Das Flugblatt der Bürgerinitiative vom 20. Juni 2002

 

Bürgerinitiative Dobbenviertel Oldenburg

c/o Friedrich Schunter, 26122 Oldenburg, Teichstr. 1

 

Sitzung des Verkehrsausschusses der Stadt Oldenburg

am 19.06.2002:

 

Sechs Wochen nach Beginn des Verkehrsversuches Theaterwall legt die Verwaltung Auswertungen vor, die am Sinn solcher Datenerhebung grundsätzliche Zweifel hervorrufen, da die Daten höchst lückenhaft und teilweise in sich nicht schlüssig sind. Dessen ungeachtet werden Empfehlungen daraus abgeleitet, die man nur als Verschlimmbesserung bezeichnen kann.


SO SOLL ES KOMMEN:
ÖFFNUNG DER VERKEHRSACHSE HERBARTSTRASSE -
CÄCILIENSTRASSE BIS ZUR ROONSTRASSE.
AUSFAHRT AUS DER ROONSTRASSE ZUM THEATERWALL NACH
LINKS UND RECHTS.
ÄNDERUNG VON GRÜNPHASEN AM FRIEDENSPLATZ IN
SEKUNDENGRÖSSE UM DEN JULIUS - MOSEN - PLATZ VOM
ÜBLICHEN AUTOSTAU ZU BEFREIEN (zusätzlich 1 Auto pro Minute).
VERKÜRZUNG DER BUSSPUR AM THEATERWALL.

WAS VERMISSEN MITGLIEDER DES VERKEHRSAUSSCHUSSES UND
INTERESSIERTE ÖFFENTLICHKEIT BEI DER ANALYSE? 

 

  • ZIELE DES VERKEHRSVERSUCHES UND BEGRÜNDUNG

Im Rahmen des Verkehrsentwicklungsplanes kam die alte Idee eines Ringverkehrs um die Innenstadt ins Gespräch. Vor allem Halbherzigkeit führte zur verkehrstechnischen Minimallösung am Theaterwall, wo Vorteile für ÖPNV, Fahrrad- und Fußgängerverkehr angenommen wurden. Laut jetziger Aussage des Vertreters der Verkehrsbetriebe bestanden zuvor keine wesentlichen Probleme. Laut Aussage des Vertreters der Polizei kam es dort, dank vorsichtiger Verhaltensweise von Fahrradfahrern und Fußgängern, trotzt zweifellos beengter Verhältnisse, in den letzten Jahren nicht zu Unfällen.

Warum erfolgt dort keine Verlegung des Fahrradverkehrs auf die linke Seite ? Dann würden auch die Ausfahrten aus den Grundstücken am Theaterwall sicher.

  • KONSISTENZ DER AUSSAGEN

Messungen des veränderten Verkehrsaufkommens an definierten Stellen ergeben zu repräsentativen (?) Vorwerten teilweise geringe Abnahmen des Verkehrs und bei erneuter Messung an gleicher Stelle erhebliche Steigerungen. Der Zentralachse zufließende Verkehr wird erst bei Abfluss in weiterführende Strassen wieder erfasst.

 

  • DETAILERFASSUNG DES VERÄNDERTEN VERKEHRS

Die Zusammensetzung des Verkehrs (LKW, Busse, Gespanne, Motorräder, Fahrrad- Fußgänger- und vor allem Schülerverkehr) ist nicht erfasst. Tagesprofile des Verkehrs (ein ruhestörender Verkehrsteilnehmer zur Unzeit stört erheblich mehr als zu üblichen Tageszeiten) sind nicht erstellt. Wichtige Messpunkte wurden nicht erfasst:

Wo bleiben Daten zum Verkehrsstrom in Ratsherr-Schulze- und Tappenbeckstr.?

Wie haben sich die Verhältnisse in der Achse Gerberhof, Tirpitz-, Hindenburg- und Roonstr. verändert, nachdem bereits vom Westkreuz an der Verkehr hier durchgeleitet wird ?

Wie hat sich die Belastung der westlichen Lindenallee und ihrer Fortsetzung in der Meinardusstr. verändert?

Hat sich der Parksuchverkehr allgemein und speziell Unter den Eichen verändert?

  • HARMONISIERUNG MIT DEN RAHMENBEDINGUNGEN

Wie haben sich die Lärm- und Schadstoffemissionen entwickelt ? Sind die Werte mit den jeweiligen Sollvorgaben vereinbar ? Werden die Zielvorstellungen des gültigen Bebauungsplanes M 390 A verletzt ? Wie sind die jetzigen Veränderungen mit dem eine Wohnnutzung ermöglichenden Verkehrskonzept dieses Bebauungsplanes (Lenkung des Fremd- und Schwerlastverkehrs, Hauptverkehrsstraßen nur außerhalb des Dobbenviertels) vereinbar ?

  • VOR ALLEM ABER: WIE SIND DIE AUSWIRKUNGEN AUF DEN MENSCHEN ?

Während bei allen Mitgliedern des Verkehrsausschusses die starke Betroffenheit über die Belastung der Anwohner erkennbar war und auch deutlich artikuliert wurde, scheint die Verwaltung die geringfügige Verbesserung des Bus- und Fahrradverkehrs auf dem kurzen Stück des Theaterwalls weiterhin höher zu bewerten, als die zusätzliche Belastung der Anwohner des Viertels. Die Öffnung der Cäcilienstrasse ist geradezu eine Einladung zu einer nunmehr kürzeren Umfahrung des Theaterwalls durch das Dobbenviertel hindurch.

WIR FORDERN:

DEN KURZFRISTIGEN ABBRUCH DES VERKEHRSVERSUCHS

und

SORGFÄLTIGE UND UMFASSENDE ANALYSE DES VERSUCHS MIT

DER EINDEUTIGEN AUSRICHTUNG AUF LANGFRISTIG TRAGBARE

LÖSUNGEN.

KEINE WEITERE FLICKSCHUSTEREI.


WIR STELLEN FEST:

DIE VERKEHRSLENKUNG DURCH DAS DOBBENVIERTEL IST

GESCHEITERT! !

 

 


 

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