Die historische Entwicklung der Gartenstraße

Die Gartenstraße

 

Die Trassierung der als breiter Weg mit leichten Windungen ab 1806 auf herrschaftliche Kosten hergerichteten Gartenstraße steht sowohl in Zusammenhang mit der Anlage des Schlossgartens als auch mit der klassizistischen Umgestaltung der Stadtzugänge nach der Wallniederlegung. Eine nach Abriss des alten Torhauses 1816 von Slevogt vorgelegte Planung, die der Straße stadtseitig einen würdigen Abschluss geben sollte, blieb aufgrund anderer dringenderer Bauaufgaben nach der französischen Besatzung unausgeführt. Nachdrücklich dokumentiert sich die Absicht, eine  städtebaulich repräsentative Eingangssituation zu schaffen darin, dass den Bauherren an der Gartenstraße, überwiegend Hofbeamten, die Grundstücke unter der Bedingung einer klassizistischen Fassadengestaltung ihrer Häuser günstig überlassen werden sollten; dies wohl insbesondere im Interesse eines homogenen Architekturprospekts, der, einbezogen in die Gartenkonzeption, wirkungsvolle Ausblicke bot. 1)

 

Die Bebauung bis zum Eversten Holz mit stattlichen, zumeist weit zurückgesetzten Gebäuden innerhalb des adäquaten Rahmens großzügig bemessener Grundstücke war um die Jahrhundertmitte abgeschlossen. Als Element der ursprünglichen Konzeption stellen die Vorgärten mit ihrem Baumbestand und die rückwärtigen Hausgärten einen unverzichtbaren Gestaltungsfaktor des Gesamtbildes dar, das teilweise inzwischen durch die Umwandlung von Gartenflächen in gepflasterte Autostellplätze gestört wird. 1)

< Fortsetzung folgt >

 

 


 

Quellen:

1) Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland, Baudenkmale in Niedersachsen, Band 31,

Stadt Oldenburg (Oldenburg) bearbeitet von Doris Böker,

Verlag CW Niemeyer, Hameln 1993

Zitate mit freundlicher Genehmigung des Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalschutz

 

 


 

 

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